Sunday Tee

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist mir endlich der Sunday Tee von den Nadeln gehüpft. Das ist mein zweiter Rundpassenpullover. Auch hierbei durfte ich einiges dazu lernen.

Die Anleitung ist von Petite Knit und findest du hier sunday-tee.

Letzten Frühling entstand die Idee. Das Garn in der Anleitung, Ficolina Merci, ist in Österreich nicht zu bekommen und die Versandkosten waren mir dann doch zu deftig. So musste eine Alternative her. die ich bei Lille Butik, Wien gefunden habe. Bei der großen Auswahl von Sandnes Garnen konnte ich mich nicht wirklich entscheiden. Letztendlich habe ich mich mit 300 g der Thynn Line (53 % Cotton, 33 % Viskose und 14 % Leinen) in einem Blauton (FarbNr.: 6531 774347) entschieden.

Im Nachhinein weiß ich auch, warum das Maschenbild so anders aussieht. Die Ficolina Merci hat eine Zusammensetzung aus 50 % Cotton und 50 % Merinowolle, also keinen Viskose- bzw. Leinenanteil und somit ist alles klar.

Warum ich so lange für diesen Pullover gebraucht habe, ist leicht erklärt. Zwischenzeitig ist mir ein Teststrick für Babysöckchen in Toe Up Technik, mehr dazu nach Freigabe, und die Jahresdecke „Snuggle Up“ von Morben Design hineingerutscht.

Anfang Jänner war die richtige Zeitpunkt, dass ich den ersten Sommerpulli annadle. Es ist ein RVO und wird in einem von oben nach unten gestrickt. Wie immer, sind die ersten paar Reihen eine Herausforderung für mich. Mit der Magic Loop Methode komme ich anfangs überhaupt nicht klar, weswegen ich gleich mit meinem Nadelspiel begonnen und danach auf die Rundstricknadel gewechselt habe.

Was ich hier dazu lernen durfte, war, dass der Halsausschnitt mit der Anschlagskante zusammengestrickt wird. Das war die nächste kleine Challenge für mich, die ich zwar gemeistert habe, dieser jedoch nicht gleichmäßig wurde, Fehler Nummer eins.

Die Rundpasse ist super leicht zu stricken, nur sieht man hier leider die Zunahmen sehr stark. Vielleicht liegt es am Garn oder an meiner strickweise. Vorab habe ich natürlich eine Maschenprobe mit NS 3 gemacht und da war das Maschenbild ziemlich gleichmäßig.

An diesem Foto könnt ihr es bereits sehr gut erkennen, was ich meine ….

Nach der Rundpasse wurde der Rumpf gestrickt. Am Ende habe ich dann das erste Mal die Umschlagskante nicht angestrickt sondern vernäht. Es macht zwar nicht soviel Spaß, sieht jedoch viel gleichmäßiger und schöner aus.

Nun zu meinen Sorgenkindern, die Ärmel. Begonnen habe ich mit der Magic Loop Methode. Leider war es offensichtlich wo das Seil herausgezogen wurde. Somit habe ich wieder aufgetrennt und auf das Nadelspiel gewechselt. Fehler Nummer zwei. Denn auch hier sieht man sehr genau, wo die Nadeln gesetzt waren. Monk lässt grüßen 🙂

Eigentlich dachte ich, dass sich das Maschenbild nach dem Waschen, liegend trocknen und etwas Dampfen legen würde. Leider ist dem nicht so, wie man unschwer erkennen kann.

Fazit: die Anleitung von Petite Knit ist auch für Anfänger geeignet. Entstanden ist ein superleichter Sommerpulli, mit einem großen – ABER – entweder müsste ich ihn nochmals mit einer noch kleineren Nadelstärke stricken oder einfach eine andere Wolle verwenden. Hier kommt wieder mein kleiner Monk zum Vorschein.

  • Nun zu den Eckdaten:
  • Garn: Thynn Line von Sandnes
  • Lauflänge: 220 m / 50 g bei Größe L
  • Verbrauch: 200 g
  • Nadeln: HiyaHiya NS 2 und 3
  • 9.1.2021 – 27.2.2021

hummerrotes Sommertop

In dem neuen linea-pura-no-13 habe ich mich in das hummerrote Sommertop verliebt. In meinem Wollladen wurde ich fündig und bekam das Originalgarn Linea Pura Unico No 09, 70 % Bambus, 30 % Leinen.

Die Anleitung ist anfängertauglich und benötigt wird eigentlich nur die Strickschrift.

Schnellgestrickt war es ja, nur am Fertigstellen happert es bei mir. So lag es einige Zeit herum, bis ich mich dazu aufraffte und es fertig machte.

Im Grunde hatte ich es schnell zusammengenäht und fertiggestellt. Am nächsten Tag waren bei uns über 30° angesagt und ich konnte es gleich ausführen. Es trägt sich sehr angenehm, leicht und man schwitzt nicht . Der Hingucker ist, dass es vorne und hinten einen V-Ausschnitt hat.

  • Verbrauch: 3 Stränge Linea Pura Unico, No 09
  • Lauflänge: 250 m / 100 g
  • Nadeln: Hiya Hiya, 4,5

Ein leicht zu strickendes, angenehm zu tragendes Sommertop

Bewertung: 5 von 5.

Yume

Ich darf euch meinen ersten RVO (Raglan von oben) mit Rundpasse präsentieren. Es ist der Yume von Isabell Kraemer. Die Anleitung dazu findest du hier: Yume.

Als Wolle dazu, habe ich mir aus meinem Stash die Merino Silk von Chesterwool, handgefärbt von Mila Woolarts for Levo Desno rausgesucht. 400 g dieses tollen weichen Garns habe ich auf Lager.

Den RVO haben Petra und ich als quasi Zweier-KAL, die mir auch über die ersten Anfangsschwierigkeiten hinweghalf, gestrickt. Mit dem Magic-Loop-Anschlag kam ich so gar nicht zurecht. Daraufhin habe ich einfach ein Nadelspiel verwendet und alles lief wie geschmiert.

Den Bund habe ich etwas gekürzt. Unschlüssig war ich bei den Ärmeln, Kurz- oder Langarm? Zum Schluß habe ich mich für die Kurzarmvariante entschieden und bin sehr froh darüber.

Nach Fertigstellung wurden noch die wenigen Fäden vernäht und danach durfte mein Sommerpulli ein Entspannungsbad nehmen. Die Rundpasse kommt so richtig schön zur Geltung.

Das Garn lief super, mehr als zwei Stränge sind mit noch über geblieben.

Details:

  • Wolle: Merino Silk von Chesterwool, 400LL/100g
  • Verbrauch: 186 g
  • Nadeln: HiyaHiya, 3,25 und 3,75

Die Anleitung ist ganz einfach und super geschrieben. Schritt für Schritt habe ich mich vorgewagt und es hat irrsinnig Spaß gemacht. Es werden sicher noch einige, abgewandelte, folgen 🙂 Der Pulli ist superleicht, weich und angenehm zu tragen.

Fazit: Seidenweiche, schlichte Eleganz

Pullover – Ecopuno

Endlich ist es soweit und mein Frühjahrspullover darf ausgeführt werden, jetzt muss es nur noch ein wenig kühler werden 🙂

Die Anleitung findest du im Lookbook No 8, Modell 2 von Filati. Gestrickt wurde der Pullover mit dem Garn: Ecopuno (Baumwolle mit Merino und Babyalpaka – 50 g – ca 215 m). Für meine Meine Version habe ich mir die Farben Grége 018 und Lachs 039 ausgesucht.

Begonnen habe ich am 1.2.20. Eigentlich wäre er sehr schnell gestrickt gewesen, wäre mir nicht ein Teststrick in die Quere gekommen.

Als alle Teile fertig waren, war meine Frage, wie ich die Teile zusammennähe. Auf YouTube findest du sehr viele Videos zum Matratzenstich. Ich habe wieder etwas Neues dazugelernt. Der Matratzenstich geht ganz einfach und sieht sehr schön aus. Trotz allem werden das Zusammennähen und ich keine Freunde mehr *lach*.

Der Verbrauch war weitaus weniger, als angegeben. In Größe 40/42 ca. 280 g in Grège und ca. 120 g in Lachs. Natürlich habe ich meine Hiya Hiyas in NS 4 verwendet.

Sommertop

Begonnen habe ich mit diesem Top bereits im Vorjahr (16.9 – 7.10.2018). Die „Secondo“ (50% Baumwolle, 30% Polyamid und 20% Seide) von Lana Grossa lässt sich leicht verstricken (diese Wolle ist nicht mehr erhältlich). Das Garn ist ziemlich rutschig und man muss schon sehr aufpassen, dass einem nicht die Maschen abhanden kommen. Das Strickbild ist eher löchrig, passend zu einem Sommertop … die Zöpfe im Bund, Mittelteil und am Rand des Ärmels runden das Top noch auf.

Da ich definitiv kein Freund des „Zusammennähens“ bin, lag das Top ein paar Monate und wartete darauf, fertiggestellt zu werden. Ende Juni war es dann endlich soweit.

Verbrauch: 300 g, NS 4,5

Das Sommertop ist für heiße Sommertage geeignet, es ist luftig und angenehm zu tragen

Strickmantel

Als die neuen Anleitungen von Filati Herbst/Winter 2018 erschienen sind, ist mir beim Durchblättern sofort ein Mantel ins Auge gestochen.

Da ich aber noch einige Projekt am Laufen hatte, musste das Projekt „Strickmantel“ auf Eis gelegt werden. Ich stöbere immer wieder einmal bei Filati herum, am liebsten bei den Wollpaketen. Tja, und da fiel mir sofort wieder dieser Mantel ins Auge. Dann wurde ich vor die nächste Entscheidung gestellt … welche Farbe es werden soll *hmmmm*

Sofort nach Erhalt der Wolle wurde angenadelt. Der Mantel strickte sich wie von selbst. Aber dann kam die erste Herausforderung … der Fallmaschenzopf … dieser befindet sich am Rückenteil und ist gewöhnungsbedürftig. Nochmals stricken würde ich ihn nicht.

Weiter ging es mit den beiden Vorderteilen und den Ärmeln. Wobei ich mich bei den Vorderteilen dazu entschlossen habe, statt dem Fall-maschenzopf einen normalen Zopf zu stricken.

Danach ging es ans Fertigstellen. Für den Kragen wurden Maschen still-gelegt. Alles kein Problem, bis ich zu jenem Punkt kam, wo der Kragen mit einem Maschenstich zusammengefasst wurde. Ich kann euch sagen, da habe ich meine Sünden abgebüßt. Aber im Endeffekt hat alles super geklappt *yipiiiieeeee*.

Der Mantel ist leger und bequem, das Garn total flauschig und angenehm auf der Haut. Jetzt schon eines meiner Lieblingsteile 🙂

Anleitung: Collezione No. 7/18, www.filati.cc
Garn: Lana Grossa LOVELY Fine Tweed, Rosenquarz
Verbrauch: 400 g, NS 6,5
Start: 10.2.19 – Fertigstellung: 10.3.19